Beichte

Neuer Name - neue Ausrichtung

Was die Meisten unter den Namen Buß-Sakrament oder Beichte kennen, wird seit einiger Zeit „Sakrament der Versöhnung“ genannt. Zwar geht es im Grundsatz weiterhin um das gleiche - aber der neue Name ändert die Blickrichtung: vom Rückblick auf die gemachten Fehler zum Ausblick auf eine versöhnte Zukunft: versöhnt mit sich selbst, den Mitmenschen und Gott. Grundsätzlich geht es um einen guten Umgang mit dem, was man im Leben - aus welchen Gründen auch immer: ob vorsätzlich oder ungewollt - falsch gemacht hat und nun bereut. Rückblickend soll erkannt und anerkannt werden, was nicht gut war, und ausblickend soll nach Möglichkeiten der Veränderung und Wiedergutmachung gesucht werden.

Formen der Versöhnung

Beichtgespräch

Beichttermine finden in den Gemeinden einmal monatlich statt oder Sie vereinbaren einen Termin im Pfarrbüro.

Bußfeier

In der Advents- und Fastenzeit als Vorbereitung auf die Hochfeste finden Bußgottesdienste statt: eine Wortgottesfeier, die den besonderen Akzent auf das Nachdenken über die eigenen Verfehlungen (Gewissenserforschung) legt und wo die versammelte Gemeinde Gott um Lossprechung von Fehler und Versagen bittet. Durch solche Bußgottesdienste wird der kirchliche, d.h. gemeinschaftliche, Charakter der Versöhnung betont. Die Bußfeier ergänzt die Einzelbeichte und gewährt den Mitfeiernden Befreiung von leichten Sünden. Schwere Verfehlungen bedürfen aber der persönlichen Beichte. Nur sie hat sakramentalen Charakter.